logbuch

Wohin des Weges?

Straßenbaum im Winter

Lange ist kein Beitrag mehr auf meiner Seite erschienen. Der letzte ist Monate her. Was war los?

Eigentlich wollten Rosalyn und ich erst in ein paar Jahren eine Segelyacht kaufen und jetzt schon mal anfangen, den Markt zu beobachten. Dabei stiegen wir dann doch tiefer in das Thema ein, als zunächst beabsichtigt und hatten eine erste Schiffsbesichtigung schon im September letzten Jahres bei schönem Sonnenschein auf Fehmarn. Das Angebot sagte uns zu und es schien eine gute Gelegenheit zu sein, die wir nutzen wollten. Ein Kaufvertrag kam allerdings nicht zustande (es ist auch gut so, denn das Schiff wäre einfach zu groß gewesen), so dass wir weiter schauten. Solange, bis mir die Jirka bei e-Bay-Kleinanzeigen über den Weg lief. Ebenfalls eine Reinke Yacht, wie die Hydra, die wir auf Fehmarn sahen. Diesmal aber eine Reinke S10 mit Kimmkielen. Sie stand aber etwas weiter weg, nämlich auf der Fränkischen Alb in Döllwang im Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz. Am 04. Oktober sahen wir sie uns ein erstes Mal an. Sie stand in einem Schuppen, und das seit 3 Jahren. Sie gefiel uns und mit dem Anbieter vereinbarten wir einen zweiten Termin, diesmal unter Hinzuziehung eines Yachtsachverständigen, welcher Jirka 7 stunden lang auf links drehte. Als er fertig war und er mir seine Meinung zur Jirka mitteilte (“schönes Beispiel für hohe Qualität…”) dauerte es nicht lange und wir wurden noch am gleichen Abend mit dem Anbieter handelseinig. Der schriftliche Vertrag folgte im Postverkehr und jetzt im Januar 2021 ist die Jirka erstmals wieder raus aus dem Schuppen und wartet auf den Abtransport in die Yachtwerft nach Glückstadt an der Elbe. Dort wird sie ein bisschen überholt werden und das ein oder andere Extra zusätzlich erhalten.

Im Moment schneit es in der Oberpfalz, an Deck der Jirka liegt Schnee und an eine Grundreinigung des Rumpfes ist zur Zeit unmöglich. Wasser würde das Deck sofort in eine Rutschbahn verwandeln, was den Aufenthalt an Bord zu gefährlich machen würde. Also muß sie so in den Norden kommen, wie sie ist. Da kommt sie übrigens ursprünglich auch her. “Hamburg” steht als Heimathafen noch am Heck. Sie lag in Finkenwerder, als der jetzige Verkäufer sie erwarb und sie nach Finnland und Rügen verlegte. Damit kommt die Jirka eigentlich wieder nach Hause, vielleicht sogar in ihren alten Hafen in Finkenwerder. Mal sehen. Ihre Farbgebung wird sie behalten. Ihren Namen wahrscheinlich auch.

Warum schreibe ich das hier in meinem Foto-Blog?

Ich hoffe, mit der Jirka werde ich tiefer in die maritime Fotografie einsteigen können, als bisher. Ich habe vor, viele Fotos mit ihr zu fertigen. Entweder mit ihr selbst als Motiv oder aber von den Gegenden, in die sie uns bringen wird, zum Beispiel die schwedischen Schären oder auch den Götakanal. Wir werden sehen, wohin uns der nun eingeschlagene Weg, auch in fotografischer Hinsicht, führen wird. Wir sind jedenfalls gespannt und glücklich!