Prost Neujahr

Startseite » Blog » Prost Neujahr

Geschätzte Lesedauer: 6 Minuten

Ich wünsche allen ein frohes neues und hoffentlich gesundes Jahr 2026!

Ich hoffe, Ihr seid gut reingekommen!

Der Jahresanfang. Das ist er nun mal: Ein Anfang. Ein Anfang von etwas Neuem.

Womit werde ich mich 2026 fotografisch befassen?

Jahreswechsel sind für mich seit jeher ein guter Anlass, innezuhalten und die eigene fotografische Arbeit neu zu justieren. Nicht im Sinne von radikalen Neuanfängen, sondern eher als bewusste Schwerpunktverlagerung. Für 2026 zeichnet sich dabei recht klar ab: Mein fotografischer Fokus wird sich im kommenden Jahr wohl zwangsläufig etwas mehr von der klassischen Fotokamera lösen und stärker auf neue Perspektiven, neue Bewegtbildformate und vor allem auf eine konsequentere Veröffentlichung verlagern.

Im Zentrum stehen dabei zwei Werkzeuge, die mich bereits jetzt begleiten, deren Potenzial ich aber längst noch nicht ausgeschöpft habe: meine Drohne und die Insta360 X4. Beide eröffnen mir Bildwelten, die sich deutlich von der traditionellen Fotografie unterscheiden – räumlicher, dynamischer, experimenteller. Mal sehen, wieviel Zeit mir diese beiden Tools dann noch für meine Kamera lassen. Ein konkretes Fotoprojekt für das kommende Jahr habe ich mir aber bewusst nicht vorgenommen. Vielleicht kommt es ja noch.

Dafür aber ein Videoprojekt: „From Scene to Print“!

Weniger Kamera, mehr Perspektive

Die klassische Fotokamera bleibt zwar Teil meines Workflows, sie wird 2026 aber nicht mehr der Ausgangspunkt meiner fotografischen Überlegungen sein. Stattdessen reizt mich zunehmend die Frage, wie sich Landschaft, Raum und Atmosphäre aus ungewohnten Blickwinkeln erzählen lassen.

360‑Grad‑Video als Erweiterung der Fotografie

Ich sehe 360‑Grad‑Video nicht als Konkurrenz zur Fotografie, sondern als Erweiterung. Es zwingt mich, anders zu denken: weniger in Einzelbildern, mehr in Abläufen, Atmosphären und Übergängen. Statt des einen perfekten Moments rückt die Erfahrung in den Vordergrund.

2026 möchte ich mich intensiver damit befassen, wie sich aus 360‑Grad‑Material gezielt Sequenzen, Perspektiven und auch Standbilder entwickeln lassen, die wiederum in meine fotografische Arbeit zurückfließen. Die Grenze zwischen Foto und Video wird dabei bewusst unscharf.

Instagram als zentrales Spielfeld

Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Jahren ist der klare Fokus auf meinen Instagram‑Account. Während Social Media für mich fast kaum eine Rolle gespielt hat, soll Instagram 2026 zur wichtigsten Plattform für meine Arbeit werden.

Dort werden sowohl Drohnenaufnahmen als auch Inhalte aus der Insta360 ihren Platz finden. Nicht als bloße Dokumentation, sondern als kuratierte Serie: Bilder, Clips und kurze Sequenzen, die miteinander korrespondieren und eine visuelle Klammer bilden.

Instagram ist für mich dabei weniger Selbstzweck als Experimentierfeld. Ich möchte herausfinden, ob und wie sich meine Bildsprache dort entfalten kann, ohne sich den schnellen Mechanismen der Plattform vollständig zu unterwerfen. Am Ende des Jahres werde ich ehrlich Bilanz ziehen: Lohnt sich der zeitliche Aufwand? Oder sogar noch mehr Zeit?

FineArt‑Prints aus den Vierlanden als roter Faden

Bei aller Offenheit für neue Formate bleibt ein Thema konstant: FineArt‑Prints aus den Vierlanden. Diese Region ist und bleibt mein fotografischer Kern. Die Drohne und die 360‑Grad‑Kamera sind keine Abkehr davon, sondern neue Werkzeuge, um dieselbe Landschaft anders zu lesen oder, ganz wichtig, die Prints zu präsentieren. Denn Fotografien kann man ebenso filmen und im Video präsentieren.

Viele der entstehenden Bilder werden ihren Weg vom digitalen Raum zurück ins Analoge finden. Gedruckt, reduziert, entschleunigt. Gerade dieser Kontrast – zwischen schnellen, bewegten Inhalten auf Instagram und ruhigen, hochwertigen Prints – interessiert mich besonders.

Erste Schritte in den Verkauf: mein Etsy‑Shop

Ein weiterer Schritt in 2026 ist der vorsichtige Einstieg in den Verkauf meiner Arbeiten. Ich habe einen Onlineshop auf Etsy eröffnet, auf dem ich erstmals ausgewählte Bilder anbieten werde. Auch hier geht es mir weniger um große Stückzahlen als um Erfahrungen: Welche Motive sprechen an? Welche Formate werden nachgefragt? Wie fühlt es sich an, wenn Bilder nicht nur gesehen, sondern gekauft werden?

Details zum Shop, zur Auswahl der Motive und zu meinen Überlegungen dahinter werde ich in einem gesonderten Beitrag ausführlicher behandeln. Für diesen Text reicht die Feststellung: 2026 wird das Jahr, in dem meine Bilder erstmals konsequent den Schritt vom persönlichen Projekt in den öffentlichen Verkauf machen.

„From Scene to Print“

„Das war aber nicht so!“ oder „Ich war da aber nicht!“. Oft habe ich solche Sätze schon gehört. Auch von meiner jüngsten Tochter. Öfters habe ich mich auch schon auf diesem Blog mit diesem Satz auseinandergesetzt. Sollen Fotos etwa zeigen wie es war? Oder wo man war? Werden sie zu dem Zweck geschossen? Zu zeigen was war?

Mittlerweile habe ich zigtausend Fotos in meinem Archiv. Viele davon auch so ausgearbeitet, dass sie sich als Print eignen würden, als Ausdruck für die Wand. Sie zeigen eigentlich nicht, wie es war. Sie zeigen meine Interpretation der Szenen. Manche stärker, manche weniger stark bearbeitet.

Ich habe lange nachgedacht, was ich mit diesen Bildern anfangen könnte. Jenen Bildern, die nicht zeigen wie es war, sondern wie ich die Szenen interpretierte. Sie sind nun mal halt da. Und sie einfach so auf Festplatte schlummern zu lassen, wäre auch schade. Also habe ich sie in meine Überlegungen, was ich wohl im kommenden Jahr anstellen könnte, mit einbezogen und mich gefragt, was eigentlich dabei rumkommen würde, wenn ich diese Motive, die ich ja bereits als Print ausgearbeitet habe, nochmals mit Videokamera aufnehme: Meine Motive in ihrer natürlichen Umgebung, neu aufgenommen zu anderen Jahreszeiten und zu anderen Uhrzeiten. Die die Motive halt so zeigen würden, „wie sie sind“. Nicht derart interpretiert, wie in den fertigen Prints. Das wäre sicher ein gewisser Kontrast zwischen dem „wie es war“ und dem „wie ich es sah“. Könnte spannend werden.

Doch zu diesem Projekt in einem Folgebeitrag mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert