Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Den Jahreswechsel nutze ich seit Jahren für Aufräum- und Datensicherungsarbeiten auf meinem Rechner, den Laufwerken und meiner Bilddatenbank. Lässt man sich nämlich nicht ab und zu darauf ein (oder zumindest einmal im Jahr etwas intensiver) wird’s kompliziert und nervig.
Hinzu kommen natürlich Überlegungen, wie man künftig die Daten organisieren möchte. Ob die bisherige Struktur so bleiben soll, oder aber Veränderungen sinnvoll sind. Das wiederum hängt aber eng mit den Workflows zusammen, denen man sich im Laufe der Jahre hingegeben hat. Folglich sind auch diese kritisch zu hinterfragen.
Oftmals sind nämlich alleine schon deshalb Veränderungen ratsam, weil sich die Technik verändert hat. Lightroom und Photoshop werden ständig modernisiert. Inzwischen kann Lightroom Dinge, die selbst Photoshop vor Jahren noch nicht konnte. Hinzu kommt eine immer größer werdende Bedeutung von Kurzvideos, sogenannten Reels. Also ändern sich auch die Dateiformate, mit denen man täglich hantiert. Das wirkt sich natürlich auf die Workflows aus, will man mit diesen Veränderungen Schritt halten. Schließlich macht es keinen Sinn, an alten (zeitaufwendigen) Techniken festzuhalten, sobald neue, viel schnellere Wege verfügbar sind. Ich fahre ja mit dem Auto auch nicht länger stundenlang alte Wege über Landstraßen, obwohl mittlerweile die neue Autobahn eröffnet wurde. Da aber Workflows auch die Einbindung verschiedener Software beinhalten können (wie es bei mir der Fall ist) müssen Bearbeitungsergebnisse auch irgendwo zwischengespeichert werden, um sie in einer andere Software wieder öffnen und bearbeiten zu können. Und die finalen Ergebnisse müssen ja auch irgendwo gespeichert werden. Nach Möglichkeit natürlich nicht mittenmang der Zwischenergebnisse.
Nun ändert sich aber die Computertechnik bekanntlich rasanter, als unser Straßennetz, weshalb ich auch regelmäßig Justierungen an meinen Workflows vornehme.
Hinzu kommt dann noch, dass man sich vielleicht neue Technik angeschafft hat, die andere Wege zu gehen erfordert. Ich habe mir letztes Jahr zum Beispiel Drohne und eine 360-Grad-Kamera zugelegt. Ich möchte dieses Jahr mehr filmen als fotografieren. Da dabei aber enorme Datenmengen zusammenkommen (meine Insta360 X4 nimmt im 8K-Modus auf) lohnt sich für mich eine eigene Festplatte für die Filme. Bislang speicherte ich sie gemeinsam mit den Fotos auf einer 10TB-Platte. Ich fürchte aber, diese würde ich schnell vollgepumpt bekommen, würde ich weiterhin Videos dort aufspielen. Eine volle Platte hat aber wiederum Auswirkungen auf meinen Foto- bzw. Datensicherungsworkflow (wenn auch nur geringe).
Also: Es liegt einige Arbeit vor mir. Den Anfang mache ich gewöhnlich mit meinen Clouds. Denn bevor ich dort Daten lösche, müssen diese erst mal auf meinen Rechner heruntergeladen werden, von wo aus sie dann auf Sicherungsplatten kommen.
Mit der Adobe-Cloud ging es jetzt erst mal los. Fast 20 GB hab ich da freigemacht, ansonsten hätte ich im Laufe des Jahres mein Datenvolumen dort erreicht und hätte teuer upgraden müssen.
Weiter geht’s. Jetzt kommt meine Home-Cloud an die Reihe…
