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Einzelblatt oder Rollenpapier?
Diese Frage stellt sich naturgemäß nur dem, der sein Motiv auch auf Einzelblättern drucken könnte, jedoch aus Kostengründen vielleicht überlegt, aus Rollenpapier die passenden Papiergrößen herauszuschneiden. Wer natürlich ein breites Panorama von vielleicht einem Meter drucken möchte, kommt natürlich an Rollenware und dem entsprechenden Druckerequipment nicht vorbei. Dem stellt sich also gar nicht erst die Frage.
Aber was ist, wenn man die Wahl hat? Ich raten von Rollenware ab und greife nur noch auf bereits zugeschnittene Einzelblätter zurück. Und zwar aus zwei Gründen.
Starke Verformung von Rollenpier
Da ich gerne auf schwerem Papier drucke, welches so um die 300 bis 350 Gramm pro Quadratmeter wiegt, geht mit diesem bei Rollenware eine starke Verformung einher, was man beim Abrollen und Handling des Papiers zu spüren bekommt. Denn es versucht sich gerne wieder aufzurollen. Alleine dies macht es schon recht mühsam, das Papier auf die richtige Größe zu schneiden. Schließlich will man es beim Handling ja nicht beschädigen, denn dann kann man es gleich wegwerfen.
Und dann der Druckvorgang… Es ist nicht einfach, ein stark gerolltes 300-Gramm-Papier richtig in den Drucker einzulegen. Und dann soll es ja auch noch bedruckt werden, wobei ein stark verformtes Exemplar schon mal der Druckerhardware hier und da zu nahe kommen kann, so dass die Gefahr von Tintenschlieren besteht. Dann war der Druck natürlich umsonst.
Gerade Schnittkanten
Ein FineArt-Printer (zumindest meiner, der Epson SCP 600) achtet sehr, sehr genau auf geraden Papiereinzug, schließlich soll der Print ja auch gerade aufs Blatt, nicht irgendwie schief. Ich weiß zwar nicht im Detail, wie er es misst, aber er misst die Blattlage. Und wenn das Gerät meint, das Papier oder der Karton liege nicht exakt im Drucker, gibt es die Warnmeldung „Schieflage des Papiers“. Ein Druck ist dann nicht möglich. Man muss dann erst das Blatt wieder ausgeben lassen und neu einlegen. Wenn das Papier aber nun mal schief geschnitten ist, dann kommt die Warnmeldung immer wieder, bis man es exakt ausgewinkelt zurechtgeschnitten hat. Das kann schon mal eine Herausforderung werden.
Meine Lösung daher
Ich habe lediglich einmal, ganz am Anfang meiner Printerei mit einer Rolle gearbeitet, aus denen ich Einzelblätter geschnitten habe. Es ist machbar, mir aber zu nervig. Daher bin ich wieder auf Einzelblätter umgestiegen.
Was ich allerdings mache: Wenn ich einen Print in DIN-A4-Größe haben möchte, dann greife ich mitunter schon mal zum Formt DIN A3+, welches etwas größer ist, als 2x DIN-A4 nebeneinander. Darauf drucke ich dann zwei Bilder nebeneinander und trenne den A3+-Bogen auf, so dass ich im Ergebnis zwei Prints habe (die durchaus unterschiedliche Motive zeigen können), und die etwas größer sind als DIN A4. Solche Prints lassen sich nämlich mitunter besser hinter Passepartouts befestigen. Denn es gibt Passepartouts, die sind so geschnitten, dass ein DIN-A4-Bogen gerade so durchfallen kann. Doch zu dieser Problematik später in einem eigenen Beitrag mehr.
