Meine Ausrüstung

Meine Ausrüstung

Du möchtest wissen, mit welchem Apparat ich fotografiere? Nach Jahrzehnten des Fotografierens habe ich sehr wohl begriffen, daß die Frage nach der Kamera eines Fotografen ein gefragtes Thema ist. Trotzdem frage ich mich: Warum eigentlich?

Ich meine: Die Leute buchen Flüge, ohne sich im geringsten zu fragen, womit die Airline eigentlich fliegt. Vom TÜV der Dinger ganz zu schweigen. Ich hab auch noch nie meinen Arzt gefragt, von welchem Hersteller das EKG war, dessen Schläuche er mir an die Brust klebte. Oder meinen Schornsteinfeger nach den technischen Eigenschaften der Kugel, die er durch meinen Schornstein jagt. Wenn ich meinen Wagen aus der Werkstatt hole, dann reden wir über die Dinge, die gemacht werden mussten. Aber nie über den Hersteller der Schraubenschlüssel, die dafür notwendig waren. Mich hat auch noch nie interessiert, mit welcher Marke LKW meine Mülltonne geleert wird. Die Lieblingsgitarre meines Idols Angus Young? Ich muss passen… (es ist eine Gibson, ich hab nachgeschaut!)

Aber gut! Ich werde nach meinem Fotoapparat gefragt.

Nikon D750

Ich habe mehrere Fotoapparate, mit denen ich fotografiere. Die zwei am Meisten genutzten Geräte sind eine Nikon D750 und eine Nikon D5000.

Die Kamera, oder besser gesagt das Kameragehäuse, ist aber nun einmal jener Teil, der am Wenigsten zu einem guten Foto beiträgt. Deshalb reagiere ich auf die Frage danach auch immer wieder gerne mit einem Schmunzeln. Viel wichtiger sind nämlich die Bildidee des Fotografen, das Licht in der Aufnahmesituation und das Objektiv, welches sich an der Kamera befindet.

Kurz: Maßgeblich ist nicht die Kamera, sondern das, was man damit macht!

Das Kameragehäuse hat im Prinzip ja auch nur die Aufgabe, das Innere, dort wo sich Film bzw. Bildsensor befinden, schön dunkel zu halten. Mehr nicht!!! Das schafft aber auch ein einigermaßen gut verschlossener Schuhkarton. Zumindest galt dies so banal in der Anfangszeit der Fotografie. Und wenn das Gehäuse das richtig macht, ist es egal, ob außen Nikon, Canon, Pentax, Yashica oder wer weiß was alles noch draufstehen mag.

Darüber hinaus habe ich natürlich für alle Kameras diverse Objektive, ein LED-Dauerlicht und diverse Blitze inklusive Lichtformern wie Softbox, Aufhellern und Diffusor.

Seit einiger Zeit habe ich mich wieder der analogen Fotografie zugewandt. Nicht, dass ich zu ihr in dem Sinne zurückgekehrt wäre, dass ich schwerpunktmäßig analog arbeiten würde, nein, dass sicher nicht. Sofern ich aber ein geeignetes Motiv gefunden habe, welches sich auch als Schwarzweiß-Abzug in groß für die Wand eignet, nehme ich meine analoge Mittelformatkamera, eine Yashica Mat 124 G, um es auf Schwarzweißnegativ zu bannen. Wie man mit der analogen Yashica fotografiert, habe ich in einem Erfahrungsbericht beschrieben.

Yashica Mat 124 G, während einer Kaffepause in Segovia, Spanien.

Außerdem kommt hin und wieder meine Nikon F-601 zum Einsatz, eine analoge Kleinbildkamera, meine zweite „richtige“ Kamera überhaupt, welche ich mir 1990 kaufte, nachdem ich zuvor 6 Jahre mit einer Pentax in die Fotografie eingestiegen war. Die Pentax steht jetzt allerdings nur noch im Regal.